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© Theresa Clayton 2015

 

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Früher habe ich nie etwas geschrieben, das geeignet gewesen wäre, um es auf einer Homepage zu veröffentlichen, - gesetzt den Fall, es hätte damals so etwas schon gegeben.
Ob das, was ich hier zum Lesen präsentiere, tatsächlich etwas zum Veröffentlichen ist, mag jeder selbst entscheiden.
Ausser Einkaufszettel habe ich nur ab und zu Briefe an Freunde und Verwandte verfaßt.
Die Briefe waren allerdings ewig lang und ein rechtes Ärgernis für mich, weil mir beim späteren Durchlesen immer noch etwas in den Kopf kam, was unbedingt zu dem einen oder anderen bereits niedergeschriebenen Thema gepaßt hätte.
Ich glaube, meine Tante Anni hat mir das vererbt.
Ihre Briefe waren bis zur letzten Zeile vollgeschrieben. Danach hat sie noch rundherum den Rand beschrieben, so daß einem beim Lesen gelegentlich schwindelig wurde und man nicht mehr wußte, wo Anfang und Ende war.
Benutzt man einem Computer zum Schreiben, kann man im Nachhinein etwas „reinflicken“, wenn einem die guten Gedanken erst hinterher ins Gehirn schießen. Tante Anni hatte keinen Computer.

Meine Freunde und Verwandten haben mir öfter gesagt, daß sie meine Briefe gerne lesen, weil die so sind, daß man sich immer genau vorstellen kann, was bei mir so alles los ist.
Ganz früher, bei Schulaufsätzen, war das anders. Nicht, daß bei mir nichts los gewesen wäre, aber mir ist einfach nichts zum Schreiben eingefallen.
Noch nicht einmal etwas, das „am Thema vorbei“ gegangen wäre.
Sie sehen, das war alles nicht weit her mit mir und der Schreiberei.

Bis eines Tages ein Aufruf unserer lokalen Zeitungsredaktion kam, man solle sich zu einem bestimmten, unseren Wohnort betreffenden Thema äussern, man sei an der Meinung der Bürger interessiert.
Das gestellte Thema rumorte mir schon lange in meinem Kopf herum und wartete auf eine Gelegenheit, unter die Leute zu kommen.
Allerdings dachte ich, wenn ich in die Redaktion gehe und dort alles erzähle, müssen die Zeitungsleute für eine Woche ihren Laden dicht machen, um sich alles anzuhören, was ich zu diesem Thema und zu allen möglichen anderen Themen zu sagen habe.
Weil mir das Schreiben flotter von der Hand geht als das Reden, habe ich mich hingesetzt, alles aufgeschrieben und an die Redaktion geschickt.
Und....ich glaub’s nicht..... lese meinen eigenen Brief am nächsten Tag
in der Zeitung  !!!!  
Natürlich ist mir erst wieder
hinterher aufgefallen, daß ich das eine oder andere vergessen hatte zu erwähnen. Auch hatten sich kleine Fehler in Stil und Ausdruck eingeschlichen - trotz Computer!
In der Schule hätte ich dafür vielleicht eine drei plus bekommen. Von der Redaktion jedoch kam die Anfrage, ob ich Lust hätte, regelmäßig eine Glosse zu schreiben.  
(hier geht es zu dem Brief)
Eine Glosse!
Je nun...., was ist denn nun wieder eine Glosse?
Also gegoogelt, was genau man darunter zu verstehen hat.
Nach einigem Geziere (
sowas kann ich nicht und über was soll ich denn da schreiben und dann auch noch regelmäßig.....) und einem bildlich gesprochenen Tritt in den Allerwertesten von Lieblings Vater hab’ ich’s dann Monate später einfach mal probiert.

Seither schreibe ich mehr als nur private Briefe - gelegentlich Texte, die sich für den Lokalteil unserer Zeitung eignen (wenn ich mir einfach einbilde, daß ich einen Brief schreibe an jemand, geht’s einigermaßen), gelegentlich Texte, deren Themen mir einfach so im Kopf herumgehen, gelegentlich auch Texte, die mit dem Beruf von Liebling zu tun haben.

A propos
LIEBLING - stolz wie Bolle auf meine Schreiberei, oft auch Themenlieferant und nicht immer darüber informiert, bei welchem der veröffentlichten Texte er eine Rolle spielt und in Erscheinung tritt, also demzufolge auch nicht weiß, wovon die Leute reden und aus allen Wolken fällt, wenn sie ihn deswegen ansprechen - meinte:
Welchen Sinn macht das Schreiben, wenn nur nur eine Handvoll Leute das Produkt zum Lesen bekommt?“.

Also habe ich auf sein Intervention hin - und mit seiner Hilfe, weil er doch in manchen Sachen eine ganze Ecke cleverer und geduldiger ist - eine Homepage eingerichtet, damit ich Ihnen schreiben kann, was bei mir gedankenmäßig und auch sonst so alles los ist.
Ich hoffe, das liest jetzt dann aber auch mal einer.
 

Theresa Clayton
Im Jahre 2015